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Limited Edition #1 Nashorn "Anderl"

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Papier:

  • 15001.ekp
Posterdruck DIN A3 Limitiert auf 99 Drucke 3-farbiger Siebdruck in Handarbeit (Sepia... mehr
Produktinformationen "Limited Edition #1 Nashorn "Anderl""
  • Posterdruck DIN A3
  • Limitiert auf 99 Drucke
  • 3-farbiger Siebdruck in Handarbeit (Sepia Ink.)
  • Gedruckt auf natürlichem Elefantendung-Papier aus Sri Lanka, ca. 200 g/m², geruchlos und keimfrei
  • Jeder Druck vom Künstler (Andre Maier, Regensburg) nummeriert, unterschrieben und geprägt
  • Motiv: Anderl das Nashorn
"Papier aus Elefantenkacke", "Poo-Paper" oder eben "Elefantendung-Papier" Ja, das Poster ist... mehr

"Papier aus Elefantenkacke", "Poo-Paper" oder eben "Elefantendung-Papier"

Ja, das Poster ist wirklich auf Scheiße gedruckt!

Entdeckt in Berlin, wussten wir sofort, dass es das ideale Papier für unsere geplante "Limited Edition" wäre. Ein Papierhändler riet uns zwar anfangs davon ab, denn das Papier sei nicht tauglich für unseren handwerklichen Siebdruck, doch wir wollten es genauer wissen und haben trotzdem einen Probedruck gestartet, der das Gegenteil unter Beweis stellte: Unsere Freunde von Sepia Ink. waren und sind begeistert von unserer Entdeckung :)

Das Papier hat eine wunderbare natürliche Faserstruktur, die bei jedem Bogen stärker oder schwächer ausgeprägt sein kann. Aber lest am besten genaueres in der folgenden Beschreibung des Papiers (freundlich und mit Dank zur Verfügung gestellt von der Papierwerkstatt Dieter Bahr in Heidelberg):

Bis zu 200 kg Nahrung nimmt ein Elefant am Tag zu sich, größtenteils pflanzliches wie Gräser, Blätter, Baumrinde. Er ist ein schlechter Nahrungsverwerter, verdaut nur teilweise. Immerhin werden die Fasern im Magen schon etwas zerkleinert, wodurch ein Teil der Arbeit auf dem Weg zur Papiergewinnung schon erledigt ist. Ansonsten aber werden die Pflanzenfasern teils unverdaut wieder ausgeschieden.

Bis zu 16 mal am Tag macht der Elefant seinen Haufen, 50 kg Elefantendung pro Tag.

Der Dung wird eingesammelt, getrocknet und mehrere Stunden lang gekocht, dabei desinfiziert durch Zugabe von natürlichen antibakteriell wirkenden Stoffen wie z.B. den Blättern des Niembaumes (Margosa). Falls nötig oder gewünscht wird der Dung anschließend mechanisch weiter zerkleinert und eingefärbt. Der so entstandene Massebrei wird zu kleinen Bällen geformt, um ein Gefühl für die Menge zu bekommen. Dazu gibt man eine etwa halb so große Menge recycelten Papiers und löst das ganze in einem großen Wasserbottich auf. Mit dem Schöpfsieb wird der Faserbrei schließlich aus dem Bottich herausgehoben und zum Trocknen in die Sonne gestellt.

Der fertige Papierbogen weist eine weiche faserige Struktur auf, ist geruchlos, keimfrei und säurefrei. Jeder Bogen ist anders, je nachdem was der Elefant zuvor gefressen hat.

Der Elefant auf Sri Lanka war Jahrhunderte lang ein Nutztier der Bauern, wurde aber im Laufe der Zeit immer mehr durch Maschinen ersetzt. Viele alte und kranke Elefanten leben heute in Waisenhäusern. Der Bestand an wildlebenden Elefanten ist stark gefährdet. In den dicht-besiedelten Gebieten kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Mensch und Tier.

Die Elefantendung-Papiere werden in Sri Lanka gefertigt, in direkter Nachbarschaft zu einem Elefanten-Waisenhaus und überwiegend von Arbeitern aus der näheren Umgebung. Ein Teil des Erlöses fließt an die Millennium Elephant Foundation, die das Waisenhaus betreibt und sich der Erhaltung des Lebensraumes wildlebender Elefanten in Sri Lanka verpflichtet hat.

Wir haben es hier also mit einer ausgesprochen ökologischen Form der Papiergewinnung zu tun. Der Baum bleibt stehen, der Elefant bleibt am Leben und die Menschen vor Ort haben ein Einkommen.

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